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Wolfgang Förster, Fraktionsvorsitzender

Pressemitteilung zum Konzert von Deströyer666 in der Halle 101

Die verfolgte Unschuld vom Lande – Der Rockmusikerverein Speyer und die Hassverbrecher

 



Bereits im vergangenen Jahr (und aus Gründen auch immer wieder davor) hat DIE LINKE den Rockmusikerverein e. V. Speyer kritisiert, da immer wieder Bands in der Halle 101 auftraten, die mit menschenverachtenden Texten auffallen.
Zuletzt konnte 2016 durch öffentlichen Druck, nicht zuletzt von der LINKEN in Speyer, der Auftritt der NSBM-Band „Peste Noire“ aus Frankreich, verhindert werden.

Gemeinsam haben bisher alle Veranstaltungen die kritisiert wurden, dass sie von ein und demselben Veranstalter in die Halle 101 gebracht wurden.
Wolfgang Förster, Vorsitzender der Speyerer LINKEN hierzu: „Aus Sicht der LINKEN ist es daher bereits im vergangenen Jahr völlig legitim gewesen vom RMV zu fordern, dass er sich von diesem Veranstalter trennt und ihm die von der öffentlichen Hand mitfinanzierten Räume nicht mehr zur Verfügung stellt.“

Statt sich anhand der mehrfach, sowohl sachlich als auch persönlich, vorgetragenen Kritik zu stellen und dem Treiben der NSBM-Szene in der Halle 101 endlich ein Ende zu setzen, geriert sich der RMV angesichts der aktuellsten Vorwürfe nun wie die berühmte „Unschuld vom Lande“. Man will von nichts gewusst haben, sei ja nur der Vermieter und überhaupt wäre das ja eine Hetzjagd gegen Kulturschaffende die niemandem Böses wollen.

Doch die Fakten sprechen seit Jahren eine andere Sprache: Mehrfach wurde an den RMV seit 2007 die freundliche Bitte herangetragen, einschlägige Konzerte zu unterbinden. Reagiert wurde lediglich mit eingeschnappten Gegenvorwürfen und Unverständnis.
Sogar ein Brief des Oberbürgermeisters von Speyer konnte nicht erreichen, dass der Veranstalter aus der Halle 101 ausgeschlossen wurde.

Der Leader der Band Deströyer666 aus Australien, die sich aktuell der Kritik ausgesetzt sieht, der auf den Künstlernamen KK Warslut hört, verbreitete beispielsweise in einem Interview 2016 krude Theorie von einem „Genozid an Weißen/Europäern“ durch „geplante Massenmigration“, die Band selbst verkauft Merchandise-Shirts mit (hierzulande verbotenen) Wolfsangel-Symbolen.
(Alles nachzulesen auf der Facebook-Seite von „Metal-Fans gegen Nazis)

DIE LINKE fordert nun also erneut und mit deutlich mehr Vehemenz als zuletzt den RMV auf, die Kooperation mit dem Veranstalter einzustellen und sich glaubhaft und eindeutig gegen die Hasskultur zu positionieren, anstatt immer wieder nicht haltbare Gegenvorwürfe in Richtung der Kritiker_Innen zu schleudern.
„Lieber RMV, nehmt endlich die Vorwürfe ernst. Es sind keine Nationalsozialisten in braunen Hemden die bei euch ein- und ausgehen, das ist richtig. Totalitäre Ansichten und Protofaschismus sind jedoch nicht minder gefährlich, nur weil sie nicht in der bekannten Form daherkommen“, bringt Wolfgang Förster, es auf den Punkt.